Integration, Inklusion & Wir … Teil 2

  • integration_21Was braucht jedes einzelne Kind, damit es sich in der Gesamtsituation wohlfühlt?

Natürlich nehmen wir auftretende Probleme ernst und wir wollen nicht, dass einem Kind Nachteile und Unwohlsein daraus erwachsen, dass wir eine Integrations-Mehrstufenklasse sind und manche Kinder Manches noch nicht können. Da müssen wir Lehrerinnen oft leitend und handelnd eingreifen.

Das Setzen von Grenzen ist uns da auch sehr wichtig. Jedes Kind darf und soll selbst bestimmen, was es möchte oder nicht. Nur weil ein Kind gerne alle Kinder umarmt, kann jedes Kind selbst entscheiden: Mag ich jetzt umarmt werden?

Wir lernen in verschiedenen Situationen das Nein-Sagen, das Grenzen setzen, das Zu-sich-selbst-stehen … aber auch Toleranz.

Je sicherer ich mich fühle, je mehr Selbstwert ich habe, umso toleranter kann ich auch anderen Menschen begegnen. Darum investieren wir ganz viel Zeit, jedem Kind diesen Schritt in der Persönlichkeitsentwicklung zu ermöglichen.

Oft hilft es der Klasse zu wissen, dass ein bestimmtes Kind diese “störenden” Dinge nicht aus Absicht macht, sondern weil es nicht anders kann. Weil es vielleicht selbst gar nicht spürt, dass es jemand anderen auf den Fuß tritt. Niemand muss sich auf den Fuß treten lassen, aber meine Reaktion darauf ist deutlich anders, ob ich es als Angriff oder als “es passiert, ohne böse Absicht” empfinde.

Wir greifen bei Bedarf immer wieder kritische Situationen auf und besprechen sie, um ein allgemeines Verständnis durch Erklärungen zu ermöglichen. So wie wir auch ehrliche Antworten auf interessierte Fragen: “Warum macht der das? Warum ist die so?”, geben. Jedes einzelne Kind erlebt, dass wir es ernst nehmen und bemüht sind, seinen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.