Integration, Inklusion & Wir … Teil 3

  • Was braucht es, dass das jeweilige Kind gut gefördert werden kann?

In dem Moment wo wir ein neues (Integrations-)Kind in die Klasse dazu bekommen schauen wir, was dieses Kind braucht.

Welche Rahmenbedingungen (Tagesablauf, Strukturen, …) sind passend?

Sind neue Regeln notwendig? Müssen wir bestehende Regeln adaptieren?

Was sind die individuellen Förderziele? Welche Kompetenzen müssen gefördert und gefordert werden?

 

Und dann geht es ganz praktisch zur Sache:integration3

Wir überlegen uns, welcher Sitzplatz sinnvoll ist. Eignet sich unsere momentane Tischeanordnung nicht, stellen wir das Klassenzimmer um oder errichten einen Extraplatz.

Welches Material bietet sich an? Wir haben in unserer Klasse unzählige Materialien für unterschiedlichste Bedürfnisse. Angefangen von Dingen zur basalen Stimulation, über Kindergartenspiele, Vor- und Volksschulmaterial bis hin zu kniffligen Aufgaben aus dem Bereich der weiterführenden Schulen. Ist dennoch nicht das Richtige dabei schauen wir wo und wie wir es besorgen bzw. herstellen können.

Grundsätzlich haben wir das Lernen mit Tages- bzw. Wochenplänen organisiert. Manchmal ist das aber nicht die optimale Form für ein Kind, und wir richten für ein Kind speziell z.B. ein Regal ein, in welchem es seine Arbeitsmaterialien findet.

Für viele Lerninhalte haben wir „Mappen“ – die Lesemappe, die Lateinschriftmappe, die ABC-Mappe, … . Ist keine dieser Mappen gerade passend, stellen wir für dieses Kind eine eigene Mappe zusammen.

Im Schulwesen gibt es verschiedene Angebote mobiler LehrerInnen, die unterstützend in die Klasse kommen. Je nach Bedarf werden einzelne Kinder von der Sprachheillehrerin, der Lehrerin für Hörbehinderte, einer Mentorin für Autisten, einer Sehbehindertenlehrerin, der Beratungslehrerin, … betreut.

Stoßen wir Lehrerinnen mit unserem Wissen an unsere Grenze, suchen wir uns passende Literatur, Seminare, Beratungsstellen oder Ausbildungen.

 

Manche dieser Punkte können wir schon im Vorfeld vorbereiten, bzw. am ersten Tag erkennen und umsetzen, so dass sich das Kind bei uns wohl fühlt und einen Platz hat mit dem, wie es ist, was es kann und was es braucht.

Danach erstellen wir ein Grobkonzept und reflektieren täglich kurz die gemachten Schritte hinsichtlich ihrer Umsetzung, Handhabung und Brauchbarkeit. Aus diesen Erkenntnissen der ersten Wochen erstellen wir dann den individuellen Förderplan.

Da wir von Anfang an “dran bleiben” und bei Bedarf schnell reagieren, läuft es meist gut an und ist harmonisch für alle Beteiligten.

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