Flexibel

flexibelImmer wieder passiert es, dass ein Plan nicht aufgeht. Ich entdecke DAS Material und bereite es für die Kinder vor … und es stößt auf wenig Interesse. Ich sehe DAS coole Spiel, kaufe es, präsentiere es … und es bleibt im Regal stehen. Ich höre von einem erfolgreichen Projekt, bin selbst voll begeistert … und ich ernte nur müde Blicke.

Ich denke, das kennt jeder. Ganz oft gibt es in der Klasse Dinge die zum Selbstläufer werden und Sachen in die einzelne oder alle Unmengen von Energie reinstecken, und trotzdem ist und bleibt es zäh. So ist es uns jetzt mit unseren Trainingskarten gegangen 😉 Wir waren anfangs selbst davon begeistert und überzeugt, haben Spaß beim Überlegen und Erstellen gehabt und waren froh, vielleicht einen Weg gefunden zu haben, anderen Kolleginnen die Hand reichen zu können um offenes und selbstbestimmtes Lernen in ihrer Klasse einführen zu können. Nach anfänglich großem Interesse, ist es abgeflacht. Nicht nur, dass es an den Besucherzahlen sichtbar war, dass weniger Leute mitlesen, wir haben auch gespürt, dass der Funke nicht übergesprungen ist. Wäre ja grundsätzlich nicht so schlimm, aber auch wir selbst haben gemerkt, dass wir durch das Erstellen der Trainingskarten nicht mehr, sondern weniger Energie haben. Obwohl wir es beide recht früh bemerkt haben, haben wir es zunächst ignoriert und fleißig weitergemacht. Bis der Punkt kam, an dem wir es offen besprochen haben und nun gemeinsam überlegen, woran es liegt, dass das Trainingskartenkonzept mehr Energie zieht, als es freisetzt. Wir wissen es bis jetzt noch nicht wirklich, aber wir werden nicht stur unseren Plan verfolgen und alle unsere Ideen in Karten umsetzen, sondern sind auf der Suche nach etwas Neuem. Nach etwas, das wieder eine Tür öffnet und wir selbst Spaß und Freude an unserem Blog haben.

Eine Wahrnehmung für solche Situationen zu entwickeln und darauf zu reagieren ist wahnsinnig hilfreich eigene Ressourcen zu sparen und trotzdem voller Tatendrang zu bleiben. Nicht hartnäckig einen Weg verfolgen (und daran verzweifeln), sondern immer offen bleiben und sein Ziel vor Augen haben. Wie und wann man es erreicht, ist oft nicht absehbar, aber gegen einen Widerstand zu arbeiten bringt einen auch nicht schneller vorwärts. Und wer weiß, auf welchem Weg wir landen … Hauptsache es geht uns gut dabei 🙂

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