Lernen kann natürlich sein

IMG_20150429_0001In der Schule geben wir viel vor. Die meisten Situationen sind konstruiert, geplant, pädagogisch wertvoll. Die Kinder lernen und handeln ein bisschen wie Marionetten.

Ich finde es schön, dass je weniger ich vorgebe oder plane, die Kinder die Chance haben, sich einzubringen. Da entstehen oft so tolle Sachen, die ich mir alleine nie hätte ausdenken, bzw. Ort und Zeit nie so passend hätte wählen können.

Eine Grundeinstellung zu haben, in dem ich die Kinder einlade, mitzugestalten, mitzuentscheiden und Verantwortung zu übernehmen finde ich zeichnet einen guten und lebendigen Unterricht aus. Ja, es ist ein Unsicherheitsfaktor, ich spiele den Ball an die Kinder ab und bin gespannt, was sie draus machen – ohne zu wissen, was passiert. Aber es zeigt von Lernpartnerschaft zwischen mir und den Schülern. Sie haben eine Idee und spielen mir den Ball zurück, wie ihnen zum Beispiel mit Material bei der Umsetzung zu helfen.

Letztens flog eine Biene durchs offene Fenster in unser Klassenzimmer. Manche Kinder wurden leicht nervös. Dann setzte die Biene sich auf die Fensterscheibe und wir konnten sie genau bewundern. Die Kinder waren so fasziniert, dass wir dann eine Woche über die Biene geforscht haben.

Sie lasen eifrig, malten Fotos ab, tauschten sich aus und wurden Bienenspezialisten – weil sie es wollten, aus ganz natürlicher Neugierde.

Und mit ein bisschen Glück erfüllen sich so die Lehrplaninhalte von alleine.

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