Individuell und parallel

So weit es geht, arbeiten wir parallel, oder am selben Gegenstand, wie Dr. Feuser es nennt.
Bei jedem Thema schauen wir, wie weit wir es in Schwierigkeitsstufen unterteilen können, dass sowohl Schwerstbehinderte als auch Hochbegabte zu dem Thema arbeiten können. Das klappt manchmal sehr gut, manchmal ist es aber nicht sinnvoll.

Ein Beispiel aus dem Bereich Deutsch:
Die erste Klasse schreibt Nomen mit der Anlauttabelle, die zweite Klasse findet den passenden Artikel und ordnet nach den Kategorien Menschen, Pflanzen, Dinge und Tieren, beginnt die Mehrzahl zu bilden. Die Drittklasser üben auch schwierige Mehrzahlformen. In der vierten Klasse kommen dann abstrakte Nomen, die Sonderformen der Großschreibung und die Fälle dazu.
Im Sachunterricht bearbeiten wir das Thema Haustiere so: Die Erstklasser malen Tiere und schreiben mit der Anlauttabelle den Namen dazu. Dann erhalten sie das Lernwort „hat“ und können „Der Hase hat … 2 Ohren“-Sätze schreiben. Die anderen erlesen sich Sachinformationen aus differenzierten Karteikarten, Sachbüchern und dem Internet und gestalten Plakate, um ein Referat über ihr Tier zu halten. Ein schwerstbehindertes Kind hat sein Ausmalbild aufs Plakat geklebt. Beim Besuch der Haustiere ist jeder auf seine Rechnung gekommen.

 

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