Das liebe Korrigieren

WIMG_7927enn die Kinder begeistert an einer Sache arbeiten und mit einer fertigen Aufgabe zu mir kommen, dann gebe ich ihnen total gerne Feedback. Sie interessieren sich für Tipps, was sie noch besser machen oder wie sie selber weiter an den Themen arbeiten können. Ich unterstütze und begleite ihren Prozess und sie fordern die Rückmeldung ein. Sie sind stolz auf das, was sie gemacht haben. Sie wollen es jemandem zeigen. Sie wollen wissen, ob sie alles richtig haben. Es ist ihr Werk und ich freu mich jedes Mal, das miterleben zu dürfen. So macht Korrigieren Spaß.

Wenn die Kinder aber nur ihre Pflicht erfüllen und das ohne großes Interesse, ist das Korrigieren oft nervig. Es gibt viele unnötige Fehler, dann fehlt ein Teil, … sie machen es, weil der Lehrer es sagt, ohne großes Eigeninteresse. Der eigentliche Grund, besser zu werden, Dinge gern zu lernen, weil es Spaß macht, die Welt zu begreifen um in ihr zurechtzukommen fehlt. Das ist schade und anstrengend – für Schüler und Lehrer. In solchen Klassen arbeite ich zuerst an der Arbeitshaltung, damit die Kinder wieder neugierig werden und einen Sinn im Lernen sehen. Wenn die Kids lernen wollen, versuchen sie, es richtig zu machen und so  machen sie weniger Fehler. Man muss zwar noch korrigieren, freut sich aber meist, da es einen Lernzuwachs des Kindes zeigt. Und wenn Fehler drin sind, ist das Kind interessiert daran, zu wissen, wie es sie vermeiden kann. So verschwinden die nervigen Korrekturarbeiten meist mit der Zeit von selbst.

Aber dieser Prozess braucht Zeit. Die Kinder müssen wieder ihr eigener Herr werden und nicht für mich als Lehrerin arbeiten, sondern aus Begeisterung und Interesse.

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